Warum dein Unternehmen nie der Held sein darf

Sich selbst zum Helden zu machen, ist einer der größten Fehler, die Unternehmen in ihrer Kommunikation begehen. Sie treten damit in Konkurrenz mit denjenigen, die sie eigentlich mit ihrer Botschaft erreichen wollen: potenzielle Kunden, Mitarbeiter, Stakeholder, die Öffentlichkeit. Und Konkurrenten hören sich selten zu. Denn jeder ist der Held seiner eigenen Geschichte. Also, was tun?

Keine Story ohne schwachen Helden

Unser Leben ist komplex. Seit Tausenden von Jahren sind Geschichten dazu da, uns das Leben begreiflich zu machen. Sie spiegeln unser Erleben und geben mit ihrer Story allem einen Sinn.

Jede Story handelt von jemandem. Es ist die Story einer Frau oder eines Mannes. Nennen wir sie Protagonist, oder Held. Im Leben der Helden taucht immer ein Konflikt auf. Sie haben ein Problem, das sie lösen müssen. Und das Wichtigste: Sie haben einfach nicht, was sie brauchen. Ihnen fehlt etwas, um diesen Konflikt zu überwinden. Sie sind auf die eine oder andere Art schwach.

Was Unternehmen von Hollywood lernen können

Hollywoods Blockbuster basieren auf der Story eines schwachen Helden. Die erfolgreichsten Filme spielen Milliarden damit ein: Avatar, Titanic, Star Wars, König der Löwen. Warum? Weil das Publikum fasziniert ist davon mitzuerleben, wie ein Held, der noch nicht hat, was es braucht, sich Stück für Stück entwickelt, letztlich das Böse besiegt und seine Welt rettet. Das wollen wir sehen. Weil wir uns selbst im Helden wiedererkennen. Wir wollen sehen, wie er mit jedem Konflikt wächst und letztendlich eine bessere Version seiner selbst wird.

Kunden von Unternehmen haben auch einen Konflikt. Sie wollen ein Problem lösen um sich weiterzuentwickeln, Status zu erlangen oder effizienter zu produzieren. Sie wollen eine bessere Version ihrer selbst werden. Wenn Unternehmen klug kommunizieren, überlassen sie diese Rolle ihren Kunden, Mitarbeitern und Stakeholdern.

Jeder Held braucht einen, der ihm hilft. Dich!

Ein Protagonist, der schon alles kann, ist langweilig. Wo ist dann die Story? Warum sollten wir sie dann hören wollen? Deshalb schalten wir auch ab, wenn wir Jemanden kennenlernen, der nur von sich und seinen Erfolgen erzählt. Beginnt er seine Erzählung aber mit dem Satz ”Ich habe gestern einen schlimmen Fehler gemacht”, dann hat er unsere Aufmerksamkeit und wir stehen ihm, wenn möglich, zur Seite.

Eine natürliche Reaktion. Helden brauchen jemanden, der ihnen hilft. Jemanden, der in Bezug auf sein Problem schon alles erlebt hat. Jemanden, der ihm hilft, seinen Konflikt zu überwinden. Helden brauchen einen Guide, der sie sicher durch alles hindurch führt. Das ist die ideale Positionierung für ein Unternehmen: Guide und Mentor sein.

Autor:

Holger Koenig | Geschäftsführer

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Was einen Guide ausmacht…